Der Erfolg der Förderung

Lagen die Noten der geförderten Kinder im Fach Deutsch schon vor Beginn der Förderung in 37,2 Prozent der Fälle im durchschnittlichen bis überdurchschnittlichen Bereich, verbesserten sich die Noten im Laufe der Zeit weiter.

Kinder aus Familien mit höherem Bildungsniveau und aus Elternhäusern mit höherem Einkommen starteten mit etwas besseren Noten in die Förderung. Hatte mindestens ein Elternteil Abitur oder einen höheren Abschluss, betrug die durchschnittliche Eingangsnote in Deutsch 4,1. Sie war somit etwas besser als die Eingangsnote von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern einen Realschulabschluss oder einen Hauptschulabschluss aufwiesen. Diese Differenz ist statistisch bedeutsam und bleibt auch über den Zeitraum der Förderung stabil, was bedeutet, dass die Noten der Kinder aus bildungsnahen Familien derzeit auch besser ausfallen. Beide Gruppen können sich jedoch in ähnlichem Ausmaß verbessern.

Kinder aus Haushalten mit überdurchschnittlichem Elterneinkommen weisen nach der Förderung durchschnittlich bessere Deutschnoten auf als Kinder, deren Eltern ein eher unterdurchschnittliches Einkommen besitzen. Insgesamt gesehen passt dieses Ergebnismuster zu der bekannten These der Benachteiligung von Kindern mit einem schwachen sozioökonomischen Hintergrund im deutschen Bildungssystem. Die Befunde der Befragung machen jedoch auch deutlich, dass Kinder aus allen Bevölkerungsschichten von der LOS-Förderung in vergleichbarem Ausmaß profitieren, was ein durchaus bedeutsames Ergebnis darstellt.