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LOS Kempten – Hilfe bei LRS und Legasthenie

Portrait LOS Kempten: Robin Waßmann
Institutsleitung:
Robin Waßmann
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Pädagogen gesucht!

Rechtschreibtest und Förderung bei LRS und Legasthenie im LOS Kempten

 

Für die meisten Eltern kommt es völlig überraschend, wenn bei ihrem Kind in der Schule plötzlich Lernprobleme auftreten. Gerade wenn die Entwicklung des Kindes vor Schuleintritt bisher unauffällig und altersgerecht war, fragen sie sich jetzt, warum gerade ihr Kind mit den anderen Kindern nicht Schritt halten kann und große Schwierigkeiten beim Lesen oder Schreiben hat.

Die Begriffe, die dann schnell auftauchen sind Legasthenie, Dyslexie, Lese-Rechtschreib-Störung, Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) oder auch isolierte Rechtschreibstörung bzw. isolierte Lesestörung. Alle diese Bezeichnungen stehen für Probleme oder Schwierigkeiten beim Erwerb des Lesens und/oder des Rechtschreibens, die nicht durch eine geistige Einschränkung oder Störung der Wahrnehmungsorgane begründet sind. Wir sprechen hier im LOS allgemein von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, da sich diese Bezeichnung auf die noch fehlenden Lernschritte (noch nicht vorhandene Fähigkeiten) bezieht und nicht wie bei den Begriffen Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Störung oder Lese-Rechtschreib-Schwäche das Problem sprachlich in die Eigenschaften bzw. die Persönlichkeit des Kindes verschiebt.

Das Auftreten einer LRS ist in allen Sprachen der Erde in etwa gleich verteilt, allerdings sind Jungen öfter davon betroffen als Mädchen. Die Häufigkeit von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten liegt bei etwa 15 bis 20 Prozent bei allen Schülern. Die Ursachen dafür sind nur teilweise bekannt, wobei genetische Faktoren und damit die Vererbung eine wichtige Rolle spielen. Wichtig ist aber: LRS oder Legasthenie sind keine Krankheit und auch keine Art von Behinderung! Der Übergang zwischen der schweren Form der Beeinträchtigung der Schriftsprachentwicklung nach Definition im ICD-10 der WHO als „Lese-Rechtschreib-Störung“ bezeichnet und der leichteren Form der Beeinträchtigung unter dem Sammelbegriff „Lese-Rechtschreib-Schwäche“ umschrieben ist fließend. Unzureichende Lese- und Rechtschreibleistungen wachsen sich nicht von allein aus; durch eine sachkundige Förderung können aber auch bei schwachbegabten Kindern und Jugendlichen deutliche Fortschritte erreicht werden.

LRS-Symptome

Wenn Sie den Eindruck haben, dass mehrere der folgenden Symptome bei Ihrem Kind bestehen, vereinbaren Sie gleich einen unverbindlichen Beratungstermin bei uns im LOS Kempten. Eine weitere Abklärung über die Schule (Klassenlehrer, Beratungslehrer oder Schulpsychologen) bzw. den Kinder- und Jugendarzt ist ebenfalls zu empfehlen.

Beim Lesen:

  • viele Fehler beim lauten Lesen und häufige Selbstkorrekturen
  • langsames bzw. mühsames Erlesen der Wörter
  • silbenweise Lesen von Wörtern
  • Verständnisprobleme des gelesenen Textes (Sinnentnahme)

Beim Schreiben:

  • viele Abschreibfehler
  • Vertauschen einzelner Buchstaben wie b-d oder p-q
  • Verwechselungen ähnlicher Laute wie d-t oder g-k
  • Übermäßig viele Rechtschreibfehler in Diktaten und Aufsätzen
  • Auslassung von Buchstaben oder ganzen Wörtern
  • Nichtbeachtung von Rechtschreibregeln wie Dopplungen oder Dehnungen
  • unleserliches Schriftbild

Gesprochene Sprache:

  • geringer Wortschatz, stockendes Sprechen
  • Kreation grammatikalisch oder syntaktisch falscher Wörter oder Ausdrücke

Merkfähigkeit:

  • Schwierigkeiten beim Vokabellernen (auditive Merkfähigkeit)
  • Probleme beim Einprägen neuer Wortbilder (visuelle Merkfähigkeit)

Im Verhalten:

  • geringes Selbstwertgefühl
  • Schulangst
  • Hyperaktivität
  • Aggressivität
  • Konzentrationsschwäche

Test und Diagnostik bei LRS

Am Anfang steht eine sorgfältige Analyse oder Diagnose und eine Bestimmung der Ausgangslage. Dazu verwenden wir wissenschaftlich anerkannte, standardisierte und genormte Testverfahren, um die aktuelle Lese- und Rechtschreibleistung im Hinblick auf eine Vergleichsgruppe mit Kindern der gleichen Klassenstufe und Schulform zu ermitteln. Im Rahmen des Beratungsgespräches unterhalten wir uns mit den Eltern auch über die aktuelle Schul- und Hausaufgabensituation, die Vor- und Nachteile bei einem Nachteilsausgleich bzw. Notenschutz und möglicherweise über die weiterführende Schule.

Förderunterricht und Beginn

Unser Förderunterricht findet ausschließlich durch ausgebildete und zusätzlich geschulte Pädagogen statt. Mit speziellen Lehrmaterialen und Computerprogrammen gehen wir exakt auf die Lernbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten ein. Durch den Unterricht in leistungshomogenen Kleingruppen simulieren wir den Schulalltag in einem geschützten Umfeld. Unsere Philosophie dabei ist: Lesen und Schreiben lernt man nur durch lesen und schreiben!

Eine außerschulische Förderung im LOS kann jederzeit beginnen. Wichtig ist nicht zu warten, bis sich die Symptome der Lernschwierigkeiten beim Schriftspracherwerb verschlimmern und bis zum drohenden Schulversagen oder gar psychischen Störungen auswachsen. Ein zu langes Abwarten verschlechtert die Lernmotivation und reduziert das Selbstwertgefühl des Kindes. Oft sind neben Deutsch auch andere Fächer betroffen; mit einer zielgerichteten Lerntherapie werden auch hier Verbesserungen erzielt.

Förderdauer und Kostenübernahme

Die Dauer einer LRS-Förderung ist schwer vorherzusagen. Es hängt unter anderem davon ab, auf welchem Stand und welcher Klassenstufe die Förderung begonnen wird und welches Ziel am Ende erreicht werden soll. Dafür erstellen wir gemeinsam einen individuellen Förderplan, der den Umfang der Förderung und die Ziele beschreibt. Alle 5-6 Monate wiederholen wir die Testung mit einem Lese- und Rechtschreibtest, um den Fortschritt zu überprüfen und die nächsten Schritte festzulegen. Im Allgemeinen beträgt die Förderdauer bei uns im LOS bei 2 x 90 Minuten Unterricht pro Woche zwei bis drei Jahre.

Die Leistungen für den LOS-Förderunterricht sind privat zu bezahlen; bei Vorliegen einer ärztlichen Bescheinigung (Amtsarzt oder Kinder- und Jugendpsychologe) können die Kosten als außergewöhnliche Belastung im Rahmen der Steuererklärung angesetzt werden. In Einzelfällen erfolgt eine Kostenübernahme für die Therapie im LOS auch über staatliche Stellen. Dies kann z. B. eine Förderung über das Jugendamt gemäß § 35a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche sein, wenn dem betroffenen Kind aufgrund seiner Defizite eine seelische Beeinträchtigung oder Behinderung droht.

Hilfe bei LRS im LOS Kempten seit über 20 Jahren

Wir sind die Experten für eine pädagogische Förderung bei LRS, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Lese-Rechtschreib-Störung oder Legasthenie. Unsere Schüler lernen nicht nur richtig zu schreiben und zu lesen, sondern auch die Sprache in allen Bereichen anzuwenden: Aufsätze, Berichte, Protokolle, Referate oder Präsentationen in Wort und Schrift anfertigen. Damit junge Menschen ihr Potenzial in Schule und Beruf voll entfalten können, fördern wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen einen Termin, um gemeinsam den individuellen Förderbedarf festzustellen oder Ihnen weitere Informationen zu geben. Rufen Sie uns an oder nutzen Sie unser Kontaktformular für ein unverbindliches und kostenfreies Beratungsgespräch!

Herzliche Grüße,
Robin Waßmann
Institutsleiter LOS Kempten