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LRS in der Schule: Die richtige Schulwahl und Förderung bei Legasthenie

Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben begleiten betroffene Kinder durch ihre gesamte Schullaufbahn. Besonders der Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule stellt Familien vor große Herausforderungen. Erfahren Sie hier, worauf Sie bei der Schulwahl achten sollten, wo die Grenzen schulischer Unterstützung liegen und wie eine gezielte Förderung den Schulerfolg Ihres Kindes sichert:

LRS und Schule: Wenn Lesen und Schreiben zur täglichen Hürde werden

Weitblick gefragt: Wenn die LRS auch andere Schulfächer belastet

Die große Entscheidung: Welche weiterführende Schule ist die richtige bei LRS?

Schulische Unterstützung: Nachteilsausgleich, Notenschutz und Förderkurse

Außerschulische LRS-Therapie: Der Weg zu dauerhaftem Schulerfolg

Erklärvideo: Schulwechsel in Gefahr?

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LRS und Schule: Wenn Lesen und Schreiben zur täglichen Hürde werden

Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten zeigen sich im Schulalltag meist sehr früh: Das Lesen verläuft extrem langsam und stockend, beim Schreiben häufen sich die Fehler selbst bei einfachen, täglich geübten Wörtern. In der Regel fallen erste Symptome einer LRS bereits in der ersten oder zweiten Klasse der Grundschule auf – entweder den Lehrkräften im Unterricht oder den Eltern bei den Hausaufgaben.

Je früher diese Defizite erkannt werden, desto schneller und reibungsloser lässt sich der Anschluss an die Klassengemeinschaft wiederherstellen. Doch nicht immer sind die Anzeichen sofort für jeden offensichtlich.

Weitblick gefragt: Wenn die LRS auch andere Schulfächer belastet

Bleiben die Probleme beim Schriftspracherwerb in den ersten Schuljahren unentdeckt, weiten sie sich in den höheren Klassen unweigerlich auf fast alle anderen Schulfächer aus. Denn Schriftsprache ist das Werkzeug für jegliches Lernen:

  • Probleme in Sachfächern: Ob Biologie, Geschichte oder Erdkunde – wer Arbeitsblätter nicht flüssig lesen und den Inhalt nicht schnell erfassen kann, scheitert nicht am Fachwissen, sondern an der Barriere des Lesens.
  • Hürde bei Mathe-Textaufgaben: Häufig zeigen sich die Auswirkungen einer unerkannten LRS sogar im Mathematikunterricht. Wenn Kinder Schwierigkeiten haben, Sach- und Textaufgaben richtig zu entschlüsseln oder mathematische Aufgabenstellungen logisch zu erfassen, liegt dies oft an den mangelnden Lesekompetenzen und nicht an einer Rechenschwäche.

(Hinweis: Bitte beachten Sie, dass das LOS ausschließlich auf die Diagnose und pädagogische Therapie von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten spezialisiert ist. Wir bieten keine Testung oder Unterstützung bei mathematischen Lernschwierigkeiten/Dyskalkulie an.)

Die große Entscheidung: Welche weiterführende Schule ist die richtige bei LRS?

Spätestens, wenn der Wechsel von der Grundschule in die Klasse 5 ansteht, wächst in vielen Familien die Anspannung. Eltern fragen sich besorgt:

  • Wird mein Kind die neue Schulform trotz der Rechtschreibprobleme bewältigen?
  • Reichen die Leistungen für das Gymnasium oder ist eine Gesamt-, Realschule oder Mittelschule die bessere Wahl?
  • Wie wird mein Kind mit den höheren Anforderungen und der ersten Fremdsprache zurechtkommen?

Grundsätzlich gilt: Ein Kind mit LRS oder Legasthenie sollte die Schulform besuchen können, die seiner allgemeinen Intelligenz, seinen Begabungen und seinen Interessen entspricht. Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche ist kein Beleg für mangelnde Intelligenz.

Unser Schulsystem ist zudem flexibel aufgebaut. Eine Schulwahl nach der 4. Klasse ist keine unumstößliche Entscheidung für das gesamte Leben. Dennoch erfordert der Wechsel auf eine Schule mit höheren Leistungsanforderungen ein stabiles Fundament im Lesen und Schreiben. Eine rechtzeitige pädagogische Therapie im Vorfeld nimmt den Druck vom Kind und sorgt für einen reibungslosen Übergang.

Schulische Unterstützung: Nachteilsausgleich, Notenschutz und Förderkurse

Wenn eine LRS oder Legasthenie offiziell festgestellt wurde, sieht das Schulrecht der einzelnen Bundesländer (festgelegt in den jeweiligen LRS-Erlassen) verschiedene Hilfen vor:

  • Nachteilsausgleich: Dem Kind wird beispielsweise mehr Zeit bei Klassenarbeiten gewährt oder es dürfen technische Hilfsmittel genutzt werden.
  • Notenschutz: Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Benotung der Rechtschreibleistung in Klassenarbeiten zeitweise ausgesetzt werden.
  • Schulische Förderkurse: Viele Schulen bieten eigenen Förderunterricht in Kleingruppen oder im Klassenverband an.

Wo die Schule an ihre Grenzen stößt
Obwohl diese Maßnahmen den akuten Notendruck im Schulalltag spürbar senken können, haben sie einen entscheidenden Haken: Sie verwalten das Problem nur, anstatt es zu lösen. Weder ein Notenschutz noch ein Nachteilsausgleich füllen die aktiven Wissenslücken Ihres Kindes im Schriftspracherwerb (Erfahren Sie mehr über die Grenzen von Notenschutz und Nachteilsausgleich).

Zudem stoßen Schulen aufgrund personeller Engpässe und voller Lehrpläne im Regelfall schnell an ihre Grenzen. Eine hochindividuelle, intensive Therapie, die wissenschaftlich fundiert die verpassten Lernschritte aus den ersten Klassenstufen nachholt, kann der reguläre Schulbetrieb schlichtweg nicht leisten.

Außerschulische LRS-Therapie: Der Weg zu dauerhaftem Schulerfolg

Um die Lese-Rechtschreib-Schwäche dauerhaft und wirksam zu überwinden, ist eine professionelle, außerschulische Förderung der sicherste Weg. Im LOS arbeiten speziell ausgebildete Förderpädagogen nach der wissenschaftlich bestätigten LOS-Methode.

  • Lernen auf neutralem Boden: Für viele Kinder ist das Thema Schule bereits mit Versagens- und Schulängsten besetzt. Die Förderung im geschützten Rahmen des LOS simuliert schulische Anforderungen ohne den typischen Leistungsdruck.
  • Gemeinschaft stärkt das Selbstbewusstsein: In Kleingruppen erleben Kinder, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Das nimmt das Gefühl der Scham, baut Frust ab und gibt den Schülern ihr Selbstvertrauen zurück.
  • Gezieltes Nachholen: Durch die präzise Analyse des IST-Zustandes setzen wir genau an dem Punkt des Schriftspracherwerbs an, an dem Ihr Kind den Anschluss verloren hat, und bauen die notwendigen Lese- und Rechtschreibstrategien Schritt für Schritt neu auf.

 

Erklärvideo: Schulwechsel in Gefahr?

Gute Leistungen im Lesen und Schreiben sind die wichtigste Basis für eine erfolgreiche Schullaufbahn. Unser kurzes Video zeigt anschaulich, wie Sie den Übergang zur weiterführenden Schule für Ihr Kind sichern und schulische Überforderung rechtzeitig abwenden.

(Hier das LOS-Erklärvideo "Schulwechsel in Gefahr" einbinden)

Sichern Sie die schulische Zukunft Ihres Kindes
Warten Sie nicht darauf, dass sich die Probleme auf der weiterführenden Schule von alleine lösen. Nutzen Sie die Chance für eine kostenlose Beratung und einen wissenschaftlich fundierten Rechtschreibtest im LOS in Ihrer Nähe, um den genauen Förderbedarf Ihres Kindes ermitteln zu lassen.


Häufige Fragen (FAQ)

Weitere Infos zu LRS und Schule

Bekommt mein Kind trotz LRS eine Empfehlung für das Gymnasium oder die Realschule?

Ja, absolut, denn eine LRS ist keine Minderung der allgemeinen Intelligenz oder Begabung. Entscheidend für die Schullaufbahnempfehlung ist das Gesamtleistungsprofil des Kindes.

Kann man LRS auch erst in der weiterführenden Schule merken?

Sehr häufig sogar. Viele mathematisch oder sprachlich begabte Kinder schaffen es in den Klassen 1 bis 4, ihre Lese-Rechtschreib-Schwäche durch reines Auswendiglernen von Wortbildern oder durch logisches Kombinieren zu kaschieren. Erst ab der 5. Klasse, wenn die Textmengen explodieren, das Tempo anzieht und ungeübte Texte sowie komplexe Aufgaben verlangt werden, bricht dieses Kompensationssystem zusammen. Das LOS bietet deshalb speziell ausgerichtete Jugendlehrgänge für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen (bis hin zum Abitur) an, die die Jugendlichen auf ihrem Niveau abholen.

Wie arbeitet das LOS mit den Lehrerinnen und Lehrer der Schule zusammen?

Das LOS versteht sich als Ergänzung und Partner der Schule. Ziel ist ein lösungsorientierter Schulterschluss zwischen Eltern, Schule und dem LOS zum Wohl des Kindes.

Kann man trotz LRS ein gutes Abitur machen?

Ja, absolut. Eine Lese-Rechtschreib-Schwäche ist kein Hindernis für eine erfolgreiche Schullaufbahn bis hin zum Abitur oder einem anschließenden Studium. Schwierig wird es erst dann, wenn die Schwäche ignoriert wird, da in der Oberstufe komplexe schriftliche Ausarbeitungen in allen Fächern bewertet werden. In den speziellen LOS-Jugendlehrgängen arbeiten wir gezielt an der Textproduktion, dem Erfassen komplexer Sachtexte und der präzisen schriftlichen Formulierung, damit Jugendliche die Schule mit echten, praxistauglichen Schriftsprachkompetenzen verlassen.


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