40 Jahre LOS: Erfahrungsberichte
- Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche
- Ehemalige Schülerinnen und Schüler erzählen über ihre Zeit im LOS
- Eltern erzählen von den Erfolgserlebnissen ihrer Kinder und dem Umgang mit LRS
- Institutsleiter und Pädagogen sprechen über Erfahrungen aus 40 Jahren LOS-Förderung
Wie Kinder, Eltern und Lehrkräfte über die Förderung der LOS denken
Am 2. Oktober 2022 feierten wir als LOS-Verbund unser 40jähriges Jubiläum. LOS gibt es heute an rund 100 Standorten in Deutschland und Österreich. In all den Jahren konnten in den einzelnen Lehrinstituten vor Ort rund eine halbe Million Menschen aller Altersgruppen gefördert werden. Das LOS-Konzept hat sich im Laufe der Jahre an die äußeren Umstände immer wieder anpassen müssen, aber eines ist nie verlorengegangen: der nachhaltige Erfolg unserer Förderung bei LRS und Legasthenie.
Zum diesjährigen Jubiläum wollen wir Kinder, Eltern und Lehrkräfte aus den LOS zu Wort kommen lassen. Denn sie haben die Förderung im LOS in der Praxis erlebt und können daher ihre persönliche Geschichte mit LOS am besten erzählen. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern viel Spaß und Freude mit ausgewählten Berichten aus 40 Jahren zur Förderung im LOS.
Ihr Kind hat auch Probleme beim Lesen und Schreiben? Wir helfen Ihnen gerne weiter!
Lassen Sie Ihr Kind kostenlos im LOS testen und profitieren Sie von dem unverbindlichen und ebenfalls kostenlosen Beratungsgespräch.
Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns ein Kontaktformular!
Erfahrungen von Schülerinnen und Schülern mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche
Emma (Schülerin) und Annika Daum (LOS)
LOS Forchheim
"Die Lehrer im LOS sind verständnisvoll, nett sowie gute Vorbilder fürs eigene Leben."
(Emma, 15 Jahre)
"Seit Beginn der fünften Jahrgangsstufe, seit knapp fünf Jahren, sitze ich jede Schulwoche im LOS Forchheim. Mittlerweile besuche ich die 9. Klasse der Realschule und werde nächstes Jahr meinen Schulabschluss machen. Früher habe ich mich oft gefragt, warum ich Förderung brauche, heute weiß ich die Antwort und bin froh, dass ich hier sein darf.
Vor dem Unterricht auf der neuen weiterführenden Schule, vor dem LOS, war ich eine durchschnittliche Schülerin, heute kann ich stolz von mir behaupten eine beinahe sehr gute Schülerin zu sein. Bevor das Positive der verschiedenen Lernmethoden und Arbeitsweisen bei mir hervortrat, ging ich nicht gerne nach sechs langen Schulstunden noch einmal zwei weitere Stunden zur Förderung. Ich meine, wer hat da schon Lust drauf?
Die Lehrer im LOS sind verständnisvoll, nett sowie gute Vorbilder fürs eigene Leben. Die Arbeitsatmosphäre ist angenehm ruhig und für die notwendige Konzentration genau richtig. Die Einheiten beinhalten Wiederholungen und Aufarbeitungen des eigentlichen Unterrichtsstoffes sowie Stoff, der zu einer erfolgreichen Abschlussprüfung führt. Das LOS sucht den passenden Lernstoff für das aktuelle Thema oder die nächste anstehende Schulaufgabe heraus.
Ebenfalls scheut das LOS keine Mühe, mit den Lehrern der Schulen zu kommunizieren, um ihre Schüler in jeder möglichen Schulsituation zu unterstützen. Beispielsweise geben die Dozenten dir Ratschläge, wie du auf deinen Deutschlehrer zugehen kannst, um die aktuelle Note zu verbessern oder schlagen dir Möglichkeiten vor, die dir nach einem nicht so tollen Jahr noch offenstehen. Ich selbst wurde von ihnen beraten, als mir der Stoff wegen zu vielen Fehltagen fehlte.
Heute bereue ich keine einzige Entscheidung. Das LOS hat viele Problematiken der betroffenen Schüler angehört, analysiert, die Möglichkeiten abgewogen und ihre Meinung, beruhend auf früheren Erfahrungen, abgegeben. Die liebevolle Strenge der Lehrer zeigt jedem Schüler, welche Fehler er macht, ohne ihn schlecht oder nutzlos fühlen zu lassen. Genauso eine helfende Hand, die sich so verhält und hinter einem steht, ist nicht überall zu finden. Durch diese Unterstützung muss ich keine Bedenken haben, ob ich meinen Abschluss schaffe, denn das liegt schon längst auf der Hand."
Sebastian, Schüler
LOS Bamberg
"Im nächsten Jahr steht meine Abschlussprüfung an der Realschule bevor und dank LOS mache ich mir keine Sorgen, dass ich diese auch schaffen werde."
(Sebastian, 16 Jahre)
"Ich heiße Sebastian, bin 16 Jahre alt und komme in die 10. Klasse der Realschule. Seit der der 1. Klasse besuche ich das LOS Bamberg. Anfangs habe ich mich sehr gesträubt, dorthin zu gehen, da ich lieber mit meinen Freunden spielen wollte. Doch als ich realisiert habe, dass die Dozenten mir nur helfen wollen und es mich in der Schule weiterbringt, begann ich die Dinge positiv zu sehen.
Mit der Zeit füllten sich die Lücken, die im Deutschunterricht in der Grundschule entstanden sind, wie zum Beispiel bei der Rechtschreibung und der Grammatik. Als ich dann in die 5. Klasse kam bemerkte ich, dass das Fach Englisch für mich viel schwieriger war als gedacht. Von da an besuchte ich noch an einem weiteren Tag für eineinhalb Stunden das LOS in Englisch.
Dies entpuppte sich als gute Entscheidung, da ich dadurch viel entspannter in Prüfungen ging und mir nicht mehr so viele Sorgen machen musste. An diesem Punkt kam dann auch schon Corona und wir mussten alle ins Homeoffice gehen. Hier hat das LOS auch gleich mit dem Onlineunterricht gestartet und diese Zeit besser geregelt bekommen als manche Schule.
Im nächsten Jahr steht meine Abschlussprüfung an der Realschule bevor und dank LOS mache ich mir keine Sorgen, dass ich diese auch schaffen werde."
Jean-Paul, Schüler
LOS Erfurt
"Ich finde, dass sich der zusätzliche Zeitaufwand lohnt, weil man nochmal alle Stoffe wiederholt, bis man es wirklich verstanden hat."
(Jean-Paul, 15 Jahre)
"Mein Name ist Sean-Paul und ich bin 12 Jahre alt. Ich bin an der IGS Erfurt und gehe in die 7. Klasse. Ich bin jetzt drei Monate im LOS. Ich bin gerne hier, weil das Lernen hier Spaß macht und man Kontakte mit anderen pflegen kann, die auch zusätzliche Hilfe in Deutsch brauchen. Ich finde, dass sich der zusätzliche Zeitaufwand lohnt, weil man nochmal alle Stoffe wiederholt, bis man es wirklich verstanden hat. Mir macht beim LOS am meisten Spaß, wenn man Lernspiele spielt. So kann man gleichzeitig spielen und lernen. Ich würde das LOS weiterempfehlen an alle, die eine Lese-Rechtschreib-Schwäche haben."
Richard, Schüler
LOS Sömmerda
"Ich habe von Anfang an einen sehr guten Lehrer gehabt, der mich bis heute unterrichtet und der größtenteils dafür verantwortlich ist, dass meine Rechtschreibfehleranzahl um rund 80% gesunken ist."
(Richard, 15 Jahre)
"Das erste Mal aufgefallen, ist meine Schreibschwäche in der 5. Klasse. Mündlich war ich meist gut, aber meine schriftlichen Ergebnisse ließen zu wünschen übrig. Daraufhin suchten meine Eltern Rat bei ehemaligen Lehrern bzw. Eltern, deren Kinder ähnliche Probleme hatten. So stießen wir schnell auf das LOS. Und nach einem Beratungsgespräch mit der örtlichen Leiterin war klar, dass ich zukünftig meine Rechtschreibung im LOS trainieren werde. Vor meinem ersten Besuch war ich sehr aufgeregt und angespannt. Doch diese Anspannung verfolg schnell, da ich gut in die Lerngruppe aufgenommen wurde. Auch die Lernatmosphäre war super.
Ich habe von Anfang an einen sehr guten Lehrer gehabt, der mich bis heute, mittlerweile fast vier Jahre lang, unterrichtet und der größtenteils dafür verantwortlich ist, dass meine Rechtschreibfehleranzahl um rund 80% gesunken ist. Auch wenn es manchmal nicht ganz einfach für mich und meine Eltern, die mich anfangs zweimal wöchentlich 25 km bis ins LOS und wieder zurückgefahren haben. Mein Tag sah manchmal so aus, dass ich nach sieben Stunden Schule ins Auto gestiegen bin, dort während der Fahrt gegessen und Hausaufgaben gemacht habe. Trotz alledem bin ich immer wieder gern ins LOS gefahren oder habe in Corona-Zeiten meine Onlineaufgaben gemacht. Das LOS gibt mir so viel Sicherheit, dass ich vorhabe, noch ein weiteres Jahr zu bleiben."
Ihr Kind hat auch Probleme beim Lesen und Schreiben? Wir helfen Ihnen gerne weiter!
Lassen Sie Ihr Kind kostenlos im LOS testen und profitieren Sie von dem unverbindlichen und ebenfalls kostenlosen Beratungsgespräch.
Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns ein Kontaktformular!
Ehemalige Schülerinnen und Schüler erzählen über ihre Zeit im LOS
Sarah-Jane Breuchel-Udol (LOS) und Johanna (ehemalige Schülerin)
LOS Neunkirchen (Saar)
"Als ich auf die neue Schule ging, hatte ich Angst davor, dass ich aufgrund meiner LRS ausgelacht oder ausgegrenzt werde."
(Johanna, 16 Jahre)
"Mein Weg im LOS begann 2017 als ich mit elf Jahren die 5. Klasse einer Gemeinschaftsschule besuchte. Seither ist viel passiert!
Ich erinnere mich noch sehr gut an das Gefühl, als ich von der Grundschule in die Erweiterte ging. Mir war damals schon klar, dass ich aufgrund meiner LRS in der Schule ein bisschen anders behandelt worden bin. Doch in der Grundschule war das für mich kein richtiges Problem, meine Lehrer verstanden das und Freunde hatte ich auch. Doch als ich auf die neue Schule ging, hatte ich Angst davor, dass ich aufgrund meiner LRS ausgelacht oder ausgegrenzt werde. Letztendlich war es nicht so schlimm, doch manchmal hatte ich trotzdem das Gefühl ausgegrenzt zu werden.
In der Grundschulzeit besuchte ich viele Nachhilfen und Therapien (Ergotherapien). Damals wohnte meine Familie noch mit mir in Frankreich. Nach dem Umzug nach Deutschland kam meine Mutter durch Zufall auf die Webseite vom LOS. Meine Mutter ist mit mir nach St. Wendel gefahren, da wurden wir sehr nett begrüßt. Ich machte einen Test, um zu gucken, wo überhaupt mein Problem lag. Mit Hilfe des Tests kam heraus, dass Rechtschreibung und Grammatik für mich große Schwachpunkte waren und ich oft Wörter so schreibe, wie man sie spricht. Ab da ging ich jede Woche zweimal ins LOS nach Neunkirchen, da es näher von unserem Zuhaust entfernt war. Am Anfang hatte ich nie Lust hierher zu kommen und wollte lieber meine Freizeit genießen. Doch meine Mutter bestand darauf.
Drei volle Jahre im LOS und ich merkte mit der Zeit, dass ich Stabilität und Struktur im Fach Deutsch erlangte. Von 5ern und 4ern stieg ich zu 3ern und 2ern auf. Ich merkte selbst, dass es mir wirklich gut tat. Ich sah das LOS nicht mehr als Pflicht an, sondern viel mehr als Hilfestellung. Außerdem fand ich hier viele Freunde und letztendlich auch meinen aktuellen Freund mit dem ich schon fast 2 Jahre zusammen bin.
Doch mein Weg im LOS war noch nicht ganz zu Ende, denn je besser ich in Deutsch wurde desto mehr merkte ich, dass das Hauptfach Englisch mir immer mehr zur Last fiel. Also ging ich zu der lieben Frau Breuchel und fragte sie, ob es möglich wäre mir Unterstützung im Fach Englisch zu geben. So fing mein zweiter Abschnitt im LOS an. Diese zwei Jahre in Englisch vergingen wie im Flug. Am Anfang hatte ich einmal in der Woche Einzelunterricht. Wenn ich in der Schule vorher Englisch hatte und etwas gar nicht verstand, bekam ich keine Angst mehr wie vorher, sondern freute mich umso mehr auf meine Englischnachhilfe. Nach zwei Jahren änderten sich meine Noten auch hier dermaßen, von 6ern und 5ern wanderte ich hoch zu 3ern und 2ern. Ich war stolz auf mich und wirklich unglaublich dankbar für die Hilfe des LOS. Die Mitschüler, die mich von oben herab angeschaut haben, kommen heute zu mir und fragen mich, wie ich es bloß geschafft habe in dieser Arbeit eine 1 zu schreiben und keine 4 wie sie.
Mein Ziel war es, auf dieser Schule meinen Hauptschulabschluss zu schaffen, den ich nun stolz erreicht habe. Mein jetziges Ziel ist es, meinen Realschulabschluss zu schaffen. Im Moment spiele ich auch mit dem Gedanken mein Fachabi zu machen, denn ich weiß jetzt, dass ich mehr kann als ich gedacht habe.
Jetzt habe ich meinen Weg hier erfolgreich beendet und kann selbstständig meinen weiteren Weg gehen. Deshalb hoffe ich den Schülern Mut zu machen, die erst am Anfang stehen und hoffentlich auch so einen tollen Weg vor sich haben, wenn sie fleißig an sich arbeiten.
Für mich war es eine gute Zeit und ein gelungener Schulabschnitt.
Vielen Dank, LOS!"
Melissa, ehemalige Schülerin
LOS Bruchsal
"Ich habe das beste Deutschabitur meines Kurses und das Zweitbeste meiner Stufe abgelegt."
(Melissa, 18 Jahre)
"Ich war ab der vierten bis zur sechsten Klasse im LOS Bruchsal, da ich eine Rechtschreibschwäche habe. Mir ist Deutsch immer sehr schwer gefallen und ich mochte den Unterricht überhaupt nicht, was sich auch durch sehr schlechte Noten auszeichnete. Durch die Kurse im LOS habe ich nicht nur richtig schreiben gelernt, sondern auch den Spaß am Deutschunterricht (wieder)gefunden.
Ich habe dieses Jahr mein Abitur geschrieben und freiwillig Deutsch als Leistungskurs genommen, da es eins meiner Lieblingsfächer geworden ist und ich mit der Hilfe von Ihnen, Frau Hasbargen (Anm. d. Red.: Institutsleiterin im LOS Bruchsal), sehr viele gute Noten erreichen konnte.
Auch meine anderen Leistungskurse waren geprägt von vielen selbstgeschriebenen Texten, da ich wirklich meinen Spaß am Schreiben gefunden habe und dies in meinem weiteren Leben verfolgen werde. In meinem LOS-Kurs habe ich oft anderen mit der Rechtschreibung geholfen, da es für mich jetzt kein Problem mehr ist und ich automatisch die Wörter richtig schreibe.
Ich habe das beste Deutschabitur meines Kurses und das zweitbeste meiner Stufe abgelegt. Daher möchte ich mich bei Ihnen, Frau Hasbargen, bedanken. Mir haben die Stunden im LOS immer Spaß gemacht und ich wäre ohne diese Hilfe nicht so weit gekommen. Mir war es ein Anliegen, Ihnen das mitzuteilen. Denn vielleicht bin ich ein gutes Beispiel für die anderen Kinder, die von einer LRS betroffen sind, und konnte zeigen, dass es mit der Hilfe im LOS besser werden kann."
Henriette, Medizinstudentin
LOS Hamburg-West
"Ich wollte mein Abitur machen und wusste, dass ich für meine noch immer vorhandenen Lese-Rechtschreibschwierigkeiten eine zusätzliche Unterstützung benötigte."
(Henriette, 21 Jahre)
"Zunächst besuchte ich von der 4. bis zur 6. Klasse den Förderunterricht des LOS in Hamburg am Eidelstedter Platz. Dann ließen Erfolgserlebnisse und Motivation nach, Lesen war nach wie vor schwierig, allerdings hatte ich – ehrlich gesagt – einfach keine Lust mehr. Das geht wohl vielen Jugendlichen in diesem Alter so. Meine Eltern entschieden sich aus drei Gründen die Förderung abzubrechen: Ich hatte meine Rechtschreibleistungen nach 2,5 Jahren im LOS deutlich verbessert und ein durchschnittliches Niveau erreicht. Ich hatte keine Lust weiterzumachen. Meine Mutter meinte rückblickend außerdem, sie habe mir wohl – basierend auf den Aussagen der damaligen Institutsleiterin – zu Beginn gesagt, dass die Maßnahme zwei Jahre dauern sollte. Daran habe ich meine Mutter dann wohl auch mehrfach erinnert, was sie etwas in Erklärungsnot brachte. Ausschlaggebend war jedoch der Eindruck meiner Mutter, dass sich meine Leseleistungen – im Gegensatz zur Rechtschreibung – nicht verbessert hatten, was ihr etwas Angst machte. Sie kam zu dem Schluss, dass auf Basis der verbesserten Rechtschreibung jetzt eine gezieltere Leseförderung zielführender sei. Sie hatte von einer Leselern-Software gehört, die ihr recht fundiert zu sein schien und die ich zu Hause selbstständig nutzen konnte. Sie bot mir daher an, die Förderung im LOS zu beenden, wenn ich dafür zuhause mit der Leselernsoftware arbeiten würde. Dazu erklärte ich mich natürlich bereit. Die Hoffnung meiner Mutter war, dass sie mich so zur Arbeit mit der Software motivieren könnte. Leider hat das Arbeiten mit der Online-Software nicht so gut geklappt wie sie sich erhoffte. Da ich in der Schule recht gut klarkam und mich, laut Aussagen meines Klassenlehrers, in Bezug auf die Rechtschreibung nicht wirklich von meinen Mitschüler*innen unterschied, hat meine Mutter es dabei belassen; sie wollte mich nicht weiter belasten.
In der 11. Klasse kam ich mit neuer Ambition ins LOS zurück: Ich wollte mein Abitur machen und wusste, dass ich für meine noch immer vorhandenen Lese-Rechtschreibschwierigkeiten eine zusätzliche Unterstützung benötigte. Zusammen mit anderen Schülerinnen der Oberstufe kam ich bis zum Abitur zweimal wöchentlich, einmal für Deutsch, einmal für Englisch, ins LOS. Das Abitur schloss ich schließlich mit der Note 1,6 ab. „Lese-Rechtschreib-Schwäche gibt’s nicht!“, hatte mir in der Grundschule noch eine Lehrerin gesagt. Glücklicherweise erfuhr ich frühzeitig, dass ich nichts dafürkann, nicht so flüssig zu lesen und automatisch richtig zu schreiben wie meine Mitschüler*innen.
Nach meinem Abitur absolvierte ich zunächst eine Ausbildung zur biologisch-technischen Assistentin. Schon während dieser entwickelte ich eine Faszination für die physiologischen und pathologischen Mechanismen im Menschen. Ich bewarb mich für ein Medizinstudium und bekam kurzfristig noch einen Studienplatz. Heute befinde ich mich schon am Ende meines Studiums. Manchmal kommen beim lauten Vorlesen im Seminar oder wenn ich einen schwierigen Medikamentennamen diktiert bekomme alte Unsicherheiten zurück. Auch mache ich immer noch Fehler, die anderen vielleicht nicht passieren, aber ich weiß nun besser, wie ich damit umzugehen habe. Häufig lassen sich diese Unsicherheiten oder Fehler durch Techniken aus dem LOS, zum Beispiel das wiederholte Schreiben von schwierigen Wörtern, überwinden.
Heute bedauert meine Mutter ihre Entscheidung von damals, die Förderung frühzeitig abgebrochen zu haben, sagte sie mir neulich. Sie sei sehr froh, dass ich mich in der Oberstufe von mir aus entschieden habe, einen Neustart beim LOS zu wagen, der sich auch aus ihrer Sicht sehr gelohnt hat. Ein wichtiger Anstoß meinerseits war die Tatsache, dass ab der Oberstufe Rechtschreibfehler erstmals in allen Schulfächern zu Punktabzügen führten.
Rückblickend auf die Förderung im LOS würde ich sagen, dass es gut war, da gewesen zu sein. Allein zu wissen, gegen LRS etwas tun zu können und das Problem bewusst anzugehen, halte ich für einen wichtigen Schritt. Auch in einer höheren Klassenstufe lohnt es sich noch. Natürlich waren die zusätzlichen Termine, das immer wieder Aufraffen, manchmal nervig. Aber einmal im LOS angekommen, war das gemeinsame Lernen in der Gruppe mit netten Schülerinnen und Schülern und hilfsbereiten Lehrerinnen immer eine Bereicherung und gar nicht so schlimm wie anfangs gedacht. Dranbleiben ist das Wichtigste!"
Selin, ehemalige Schülerin
LOS Donaueschingen
"Heute bin ich froh im LOS gewesen zu sein, weil ich es nicht allein geschafft hätte"
(Selin, 23 Jahre)
"Mein Weg im LOS begann 2017 als ich mit 11 Jahren die 5. Klasse einer Gemeinschaftsschule besuchte. Seither ist viel passiert!
Ich weiß, wie man sich fühlt nicht schreiben und lesen zu können wie andere. Ich habe Lese-Rechtschreibschwäche und hatte es nicht leicht. Immer habe ich mich geschämt darüber zu reden, auch als ich ins LOS gekommen bin.
Am ersten Tag im LOS hatte ich erst Angst, was auf mich zukommt und welche Tests gemacht werden. Bei mir war es auch so, wenn ich gelesen habe, war es wie Buchstabensuppe im Text. Ich konnte mich beim Lesen und Schreiben nicht konzentrieren. Der erste Test war, dass ich ein Diktat schreiben sollte. Das habe ich auch gemacht. Aber außer mir konnte es keiner lesen, da ich eine eigene Sprache erstellt habe. Wir wussten alle, dass das ein Kampf ist, den wir gewinnen wollen.
Ich hab gelernt und war immer da im LOS. Jede Woche wurde es besser und besser zu lesen und zu schreiben. Durch das LOS habe ich es geschafft lesen und schreiben zu können. Zwar nicht so wie die anderen, denn auch heute brauche ich noch ein bisschen länger, um zu verstehen, was ich gelesen habe. Aber heute bin ich froh im LOS gewesen zu sein, weil ich es nicht allein geschafft hätte, wo ich jetzt bin."
Haben Sie auch den Verdacht, dass ihr Kind an LRS oder Legasthenie leidet?
Lassen Sie Ihr Kind kostenlos im LOS testen und profitieren Sie von dem unverbindlichen und ebenfalls kostenlosen Beratungsgespräch.
Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns ein Kontaktformular!
Eltern erzählen von den Erfolgserlebnissen ihrer Kinder und dem Umgang mit LRS
Maximilian, ehemaliger Schüler
LOS Wiesbaden
"Es gibt immer mehr Kinder und Jugendliche, die unter einer Lese-Schreibschwäche leiden und es ist so wichtig, dass wir Eltern dieses Problem nicht unterschätzen, sondern unterstützen..."
Eine Mutter berichtet über die LRS-Therapie ihres Sohnes
"Ich bin die Mama von Maximilian. Er ist 14 Jahre alt und besucht 8 Klasse des Gymnasiums. Wie auch allen Eltern, liegt mir seine schulische Ausbildung sehr am Herzen. Als Maximilian eingeschult wurde, habe ich geglaubt und gehofft, dass alles gut sein wird und Maximilian in der Schule gute Leistungen bringen wird. Um Ihm den Lernprozess zu erleichtern, habe ich didaktische Bücher und Hefte bestellt und wir haben zusätzlich Grammatik und Rechtsschreibung geübt. Sogar in den Ferien hat Maximilian mithilfe von Zusatzmaterial immer wieder geübt.
Leider musste ich feststellen, dass obwohl er ein kluger und intelligenter Junge ist, der sehr fleißig arbeitet, aus irgendeinem Grund sich mit Lesen und Rechtsschreibung sehr schwertut. Ich merkte, dass Maximilian andere Inhalte sehr schnell und effizient lernen konnte, nur bezüglich der Sprache immer Schwierigkeiten hatte und nicht vorankam. Ich konnte es nicht verstehen, besonders weil er so viel und fleißig geübt hat. Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, also fing ich an zu recherchieren und bin auf das Thema Legasthenie und Lese- Rechtsschreibschwäche gestoßen.
Ich habe eine Legasthenie-Praxis in Wiesbaden Stadtmitte aufgesucht und Maximilian wurde ausführlich untersucht. Dann kam die erschütternde Diagnose, dass er tatsächlich unter einer Lese-Rechtreibschwäche leidet. Diese Diagnose hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen. Ich war schockiert und verzweifelt. Es blieb uns aber nichts anderes übrig, als schnellstens mit einer Legasthenie-Therapie zu beginnen. Dieser war zwar enorm kostspielig, aber ich habe nicht gezögert, denn schließlich ging es um die Ausbildung und Zukunft meines Sohnes.
Maximilian wurde für ein lntensivprogram aufgenommen, was für ihn drei Stunden Extra-Lernzeit wöchentlich bedeutete. Nach einiger Zeit habe ich positive Veränderung festgestellt. Maximilian hat angefangen in der Freizeit zu lesen! Das war ein sehr schönes und erleichterndes Gefühl, denn davor bedeutete lesen für Ihn eine Qual. Auf einmal konnte ich Bücher gar nicht so schnell bestellen, wie er sie gelesen hat. Ich war sehr glücklich darüber.
Allerdings habe ich nach ein paar Monaten feststellen müssen, dass die Lerntherapie keine Struktur hat und ich kaum Überblick darüber habe was eigentlich gelernt wird. Oft, wenn ich früher, also vor Ablauf der Lernzeit gekommen bin, um Maximilian abzuholen, haben die Kinder, zu meinem Entsetzen, am Kicker-Tisch gespielt. Die Therapie wurde durch das damalige Praxisteam immer mehr vernachlässigt. Als ich meinen Unmut zum Ausdruck gebracht habe und erwartet habe, dass es korrigiert wird, hat sich die gesamte Stimmung sehr negativ verändert. Ein Wechsel war unausweichlich.
Nach der erneuten Recherche bin ich auf die Webseite des LOS Wiesbaden gestoßen. Welch eine angenehm überraschende und professionelle Abwechslung! Die Leiterin der Praxis, Frau Loschinski-Reller, war von Anfang an sehr angenehm, superfreundlich und ungemein zuvorkommend. Zeitnah hatten wir einen neuen Therapieplatz und dafür bin ich bis heute dankbar. Inzwischen sind zwei Jahre vergangen und ich kann immer noch sagen, dass hier alles stimmt!
Die gesamte Atmosphäre ist sehr freundlich und sehr angenehm, der Umgang miteinander sowie auch die Kommunikation sind sehr respektvoll, die Lerntechniken sehr gut aufgeteilt, die Fortschritte sehr deutlich und die Preise sehr fair. So macht eine Therapie wirklich Spaß!
Wenn ich also anderen Eltern etwas empfehlen kann, dann auf jeden Fall das LOS in Wiesbaden.Hier sind Sie auf der sicheren Seite und Ihre Kinder in wirklich guten Händen. So können Sie auch den Fehler, den ich gemacht habe, vermeiden und sich eine überteuerte und nicht effiziente Lerntherapie, in der Ihr Kind nur eine Zahl bedeutet, ersparen. Im Rückblick bin ich sehr froh und glücklich darüber, dass ich LOS in Wiesbaden gefunden habe.
Es gibt immer mehr Kinder und Jugendliche, die unter einer Lese- Lernschreibschwäche leiden und es ist so wichtig, dass wir Eltern dieses Problem nicht unterschätzen, sondern unterstützen, denn davon hängt nicht nur die schulische Ausbildung sondern auch das emotionale Gleichgewicht und das Selbstbewusstsein unserer Kinder ab.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß und Erfolg und alles Gute für die Zukunft!!
Mit herzlichen Grüßen
Mama von Maximilian"
Tamim, Pharmazeut
LOS Halle
“Ich war begeistert von den vielfältigen Unterrichtsmethoden, auch am PC zu einer Zeit, als dies noch nicht selbstverständlich an den Schulen war.“
Eine Mutter berichtet von ihrem Sohn: Vom Naturwissenschaftler zum Autor
"Bei meinem Sohn zeigte sich schon früh das Interesse für Naturwissenschaften. Leider ging dies auf Kosten der sprachlichen Interessen. Lexika und Wissensbücher waren gefragt, am liebsten aber vorgelesen, Geschichten eher nicht. Lesen – keine Lust, Schreiben auch nicht – auch ein kleines Urlaubstagebuch kostete höchste Überredungskünste. Den Sprung aufs Cantor-Gymnasium hat er gut geschafft, aber hier waren natürlich auch die sprachlichen Anforderungen zu bewältigen. Alle meine eigenen Bemühungen trugen keine Früchte, wir konnten ihn nicht begeistern. Ich entdeckte das LOS, wir gingen zu einem ersten Gespräch mit Test. Ich war begeistert von den vielfältigen Unterrichtsmethoden, auch am PC zu einer Zeit, als dies noch nicht selbstverständlich an den Schulen war. Mein Sohn war einverstanden es zu probieren. Gesagt, getan und durchgehalten, zweimal pro Woche, zunächst nur Deutsch, dann einmal Deutsch und einmal Englisch über einen Zeitraum von drei Jahren. Wann sich bei ihm „der Schalter umgelegt“ hat, weiß ich nicht genau, aber in der Oberstufe, als die Zeit für das LOS wegen Prüfungsvorbereitungen nicht mehr ausreichte und ich etwas zweifelnd einverstanden war, den Vertrag zu beenden, schaute er seine Lieblingsserien und YouTube-Beiträge auf Englisch. Sein Ziel war ein Pharmazie-Studium und da wusste er, dass er da nicht durchkommt, ohne englische Texte zu lesen. Sein Abitur-Geschenk war ein zweimonatiger Sprachkurs Englisch auf Malta. Die Grundlagen waren gelegt. Den ersten Baustein hierfür hat er aus dem LOS „mitgebracht“.
Durch die verschiedenen Herangehensweisen an Sprache im Unterricht und die verständnisvolle Vermittlung durch die Lehrer am LOS hat sich mein Sohn den Sprachen geöffnet – Englisch funktionierte nun sogar sehr gut.
Dass Englisch aber nicht Deutsch ersetzt, erschloss sich ihm spätestens, als er während des Studiums trainierte, Bewerbungen zu schreiben. In dieser Zeit hörte ich manches Mal von ihm: Wie war die Empfehlung dazu vom LOS? Man hatte fast den Eindruck, es mache ihm nun Spaß, zu schreiben. Dass dieser Eindruck nicht falsch war zeigt, dass er nach seinem Studium einen „Studienführer der etwas anderen Art für Pharmazie-Student:innen“ geschrieben hat.
Ohne den Anschub durch das LOS wäre die sprachliche Entwicklung nicht so gut verlaufen, da sind wir sicher - mein Sohn mindestens so wie ich."
Kim, ehemalige Schülerin
LOS Wuppertal
Heute, acht Jahre später, macht Kim eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Die Schule hat sie mit der Fachoberschulreife und Fachhochschulreife abgeschlossen.
Tim hat dieselben Schulabschlüsse gemacht, ist Groß- und Außenhandelskaufmann und beginnt gerade ein Studium der Wirtschaftspsychologie.
Eine Mutter berichtet über ihren Sohn Tim und ihre Tochter Kim
"Tim konnte es kaum noch abwarten endlich zur Schule gehen zu können. Er wollte seiner großen Schwester nacheifern. Dann war der große Tag da und Tim freute sich auf alles Neue was jetzt kommen sollte. Die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits zu Anfang des zweiten Schulhalbjahres wurden die Schwierigkeiten im Fach Deutsch gravierender. Für Tim wurden die Buchstaben zur Quälerei. Nicht nur beim Schreiben, sondern auch beim Lesen. Daraufhin wurde er mit der „Hamburger Schriftprobe“ getestet und dieser Test fiel dementsprechend schlecht aus. Tim zog sich immer mehr in sein „Schneckenhaus“ zurück und verhielt sich sehr abweisend gegenüber seiner Lehrerin. Er machte im Unterricht nur noch wenig mit. Tim hatte seine ganze Motivation zu lernen verloren. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis er bereit war, mir zu erzählen, warum er sich so verändert hatte. Tim glaubte er sei dumm.
In seinen Augen konnten alle anderen schnell schreiben und lesen. Genau das, was ihm so schwerfiel. Er glaubte auch, dass nur er alleine dieses Problem hatte. Dadurch war er demotiviert und total gefrustet. Tim hatte keine Lust mehr zur Schule zugehen. Immer wieder musste ich Tim seelisch aufbauen und ihm gut zureden, dass – egal wie schwer die Situation auch sein mochte –, wenn er es schaffen wollte, er auch alles schaffen könne. Nicht immer führt der gerade Weg zum Ziel manchmal muss man eben Umwege gehen, um dorthin zukommen.
Dann wurde uns gesagt, dass wir Tim auf Legasthenie testen lassen sollten. Wir haben lange überlegt, wie und wo wir das machen lassen sollten. Nachdem ich ein langes und sehr aufschlussreiches Telefonat mit LOS Wuppertal geführt hatte, machten wir einen Termin aus. Tim wollte sich aber nicht mehr testen und auch nicht weiter quälen lassen. Wir haben ihm gut zugeredet und er willigte irgendwann ein. Als wir den Termin im LOS hatten, merkte Tim wie viele Kinder dorthin kamen. Darüber war er sehr erstaunt, denn er glaubte, nur er hätte dieses Problem. Am Anfang ging er nur zögerlich in den Unterricht, aber als er merkte, dass er mit „seinem Problem“ nicht alleine war, machte er gute Fortschritte.
Was vor allem auffiel, dass sich sein Selbstbewusstsein positiv veränderte. Tim traute sich wieder mehr zu und dadurch verbesserte sich auch seine ganze Lernsituation. Natürlich brauchte alles seine Zeit, das ist das, was unsere Kinder leider viel zu selten bekommen. Zeit sich zu entwickeln und zwar in ihrem Tempo. Es gibt dafür keine Richtlinien oder Vorgaben. Das wird bisher leider in den Schulen noch nicht berücksichtigt.
Tim hat es geschafft. Er hat drei Jahre im LOS Wuppertal durchgehalten. Seine Noten haben sich stetig in kleinen Schritten verbessert. Er steht jetzt kurz vor seinem Schulabschluss, den er mit der Fachoberschulreife mit Qualifikation abschließen wird. Seine jetzige Deutschnote im E-Kurs ist eine Zwei. Ich habe es mir immer für Tim gewünscht, dass er das schafft, aber es war ein langer Weg dorthin. Wenn wir eins gelernt haben, ist es das: Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Alles, was man braucht, ist Zeit und Geduld und die richtige Unterstützung. Vielen Dank nochmal an das ganze LOS-Team!
Seit fast zwei Jahren ist auch unsere Tochter Kim bei LOS Wuppertal. Auch bei ihr kann man ähnliche Fortschritte und positive Veränderungen feststellen. Vor allem die Stärkung des Selbstbewusstseins ist hervorzuheben; und dadurch geht man mit schulischen und anderen Problematiken einfach besser um."
Lucas, ehemaliger Schüler
LOS Marburg
“Das – auch zeitliche – Invest lohnt sich auf jeden Fall, da sehr nachhaltig!“
Vater Joachim über seinen Sohn Lucas
"Da unser Sohn Lucas in der Mittelstufe noch Probleme mit der Rechtschreibung hatte, haben wir mit ihm einen Testtag bei Fr. Dr. Schriever im LOS Marburg besucht. Nach der detaillierten und sehr sorgfältigen Besprechung des Ergebnisses haben wir uns schnell für die Rundumbetreuung, also zweimal pro Woche Unterricht im LOS, entschieden. Dabei hat uns Lucas‘ Opa logistisch unterstützt – Fahrdienst mit Cafebesuch an jedem zweiten Freitag. Das – auch zeitliche – Invest lohnt sich auf jeden Fall, da sehr nachhaltig! Zudem kennen wir auch weitere sehr zufriedene Eltern und haben das nachweislich gut funktionierende Konzept auch über Lucas´ damalige Klassenlehrerin gerne seiner Schule in Kirchhain (AWS) vorgeschlagen – eben auch zur Sensibilisierung, was LRS bzw. Legasthenie bedeutet.
Lucas hatte von Anfang an Interesse und Spaß am Unterricht. Woche für Woche hat er in Kleingruppen mit guten, speziell geschulten Lehrern gearbeitet. Ganz nebenbei hat er so das schnelle Schreiben auf der Tastatur gelernt. Die Dosierung der Inhalte nebst spaßigen Tests des gut dosiert Erlernten, ließen die knapp drei Jahre (bis zur 10. Klasse) im LOS wie im Flug vergehen. Zeitinvest, Wille und Konzentration – ohne zusätzliche Hausaufgaben – brachten schnell bessere und bis zum Schluss gute Ergebnisse im Schulalltag.
Seine PUNKTE (Belohnungssystem im LOS) sparte er sich bis ganz zum Schluss auf und tauschte sie gegen zahlreiche kleine Kakteen ein, die er mit einem Lächeln heute noch im Wintergarten gießt – sieben Jahre nach seinem ersten Besuch im LOS. Bald beendet Lucas, nach einem guten Abitur in 2015, sein Lehramtsstudium für die Grundschule an der Universität in Kassel. Dann kann er sein geballtes Wissen aus zwei Welten an seine Schüler weitergeben und ihnen bei Problemen im Lesen und Schreiben mit seinem LOS-Wissen sicherlich optimal helfen, diese zu beheben."
Haben Sie auch den Verdacht, dass ihr Kind an LRS oder Legasthenie leidet?
Lassen Sie Ihr Kind kostenlos im LOS testen und profitieren Sie von dem unverbindlichen und ebenfalls kostenlosen Beratungsgespräch.
Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns ein Kontaktformular!
Institutsleiter und Pädagogen sprechen über Erfahrungen aus 40 Jahren LOS-Förderung
Sandro, Schüler
LOS Fulda
“Schülern, die gerade erst mit dem Förderunterricht beginnen, macht Sandros Beispiel Mut.“
Anastasia Frederkindt (LOS Fulda) berichtet über ihren Schüler
"Nach dem mittleren Schulabschluss im Sommer will Sandro aufs Abitur hinarbeiten und auch den Förderunterricht weiter besuchen. Er ist geübt darin und sagt selbst: „Für sportliche wie schulische Leistungen sind Disziplin und Ausdauer entscheidend." Mit seinen sechzehn Jahren wirkt Sandro beim Thema Selbstdisziplin sehr entspannt. Den Ausgleich für sein intensives Trainingsprogramm findet er am Abend bei Treffen mit Freunden. Nach vier Jahren Förderunterricht und -training beherrscht Sandro auch seine Lese-Rechtschreib-Schwäche. „Was schon gut ist, kann auch noch verbessert werden. Jeder Lernerfolg ist selbstmotivierend.“
Ziele setzen, sie erreichen und positives Feedback bekommen, er geht gerne zum LOS in Fulda und zieht den Präsenzunterricht dem digitalen Online-Training zu Hause vor. Im LOS trifft er auf andere Schüler und kann sich mit ihnen austauschen. Seine Lernerfolge motivieren ihn auch zu einem leicht spielerischen Umgang mit Sprache. Am liebsten tritt er gegen die „Wortkiste“ an, so viele Wörter wie nur möglich in kürzester Zeit richtig zu schaffen, macht ihm großen Spaß. Ob das wohl mit seiner Liebe zu rasantem Tempo zu tun hat?!
Mit sechzehn steuert Sandro komplexe Abläufe im Cockpit eines Rennwagens und beißt sich durch knifflige Aufgaben in der Schule und im Alltag durch, denn sie führen zum Erfolg. Schülern, die gerade erst mit dem Förderunterricht beginnen, macht Sandros Beispiel Mut. Es zeigt eindrucksvoll, wie wirksam Förderunterricht und konsequentes Üben sind. LRS ist durch ausdauerndes Training zu meistern – ein lohnendes Ziel. Wir vom LOS drücken Sandro die Daumen und verfolgen interessiert seine weitere Entwicklung im Motorsport. Gutes Gelingen und viele Podest-Plätze!"
Fenja, Pädagogin
LOS Erfurt
“Besonders schön war es, gemeinsames Lernen in der Gruppe zu begleiten und zu erleben, wie die Kinder voneinander profitieren.”
Fenja Eggers (Pädagogin im LOS Erfurt)
"Während meines Studiums der Psychologie und Erziehungswissenschaft absolvierte ich ein achtwöchiges Praktikum im LOS Erfurt. In dieser Zeit konnte ich das Institut und seine Arbeitsweise kennenlernen, vielfältige Aufgaben übernehmen und wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. Besonders viel Freude bereitete mir die Zusammenarbeit mit den Kindern sowie das offene und unterstützende Team.
Nach meiner Praktikumszeit übernahm ich feste Gruppen, wodurch ich die Möglichkeit hatte, langfristig mit den Kindern zu arbeiten. Dabei konnte ich individuell auf ihre Bedürfnisse eingehen, ihre Lernprozesse gezielt fördern und ihnen mit Spaß und Freude neue Inhalte vermitteln. Besonders schön war es, gemeinsames Lernen in der Gruppe zu begleiten und zu erleben, wie die Kinder voneinander profitieren.
Leider musste ich meine Tätigkeit im LOS Erfurt aufgeben, als ich für mein Masterstudium in eine andere Stadt zog. Der Abschied fiel mir nicht leicht, da ich in der Zeit dort viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und eine enge Bindung zu den Gruppen aufgebaut hatte."
Luca, ehemaliger Schüler
LOS Buxtehude
“Irgendwie muss das doch gehen, das Lesen und Schreiben.“
Björn Peinemann (LOS Buxtehude) berichtet über seinen Schüler
Björn Peinemann (Institutsleitung LOS Buxtehude) über Mut, Fleiß und den unbändigen Willen von Luca, der Buchstaben trotz Lese-Rechtschreib-Schwäche Herr zu werden:
"Es gibt Momente im Leben, die den Ausgangspunkt für eine großartige Erzählung bilden. Meistens wird uns erst rückblickend bewusst, dass ein bestimmter Tag oder ein ganz bestimmtes Ereignis den Beginn einer besonderen Geschichte markiert. Mittwoch, der 09.05.2012, war ein solcher Tag.
An diesem Tag lernte ich im Rahmen eines Beratungsgespräches Luca und seine Mutter kennen. Schon im telefonischen Vorgespräch wurde deutlich, dass Luca von Beginn an große Schwierigkeiten hatte, das Lesen und Schreiben grundsätzlich zu erlernen. Die erste Klasse hatte er bereits wiederholt. Nun besuchte er die dritte Klasse.
Einen Text auf dem Leseniveau der zweiten Klasse konnte Luca bei unserem ersten Treffen kaum erlesen. Beim Rechtschreibtest schrieb er „Schbilpas“ für Spielplatz, „Kebursag“ für Geburtstag und „Pärt“ für Pferd. Luca musste große Mühe aufwenden, um den Test für die dritte Klassenstufe überhaupt zu bewältigen. Und doch war Aufgeben für ihn von Beginn an keine Option – das beeindruckte mich.
Luca begann kurz nach unserem Kennenlernen eine Lese-Rechtschreib-Therapie im LOS. Während andere Schüler in seinem Alter bereits kurze Aufsätze schrieben, ging es für Luca erst einmal darum, Laute zu Silben und Silben zu einfachen Wörtern zu verbinden. Während sich andere Kinder in seinem Alter mit dem Übergang auf die weiterführende Schule beschäftigten, sagte Luca zu mir: “Wer hat sich das eigentlich mal ausgedacht, das Lesen und Schreiben? Muss das so schwer sein? Irgendwie muss das doch gehen, das Lesen und Schreiben.“
Und es ging. Über fast sieben Jahre ackerte sich Luca bei uns durch alle Widrigkeiten der deutschen Sprache. Heute besucht er die Berufsschule und ist in der Lage, weitgehend fehlerfrei zu schreiben, in vollständigen Sätzen zu formulieren und Texte sinnentnehmend zu lesen. Wow!
Luca bei uns zu verabschieden, war ein ganz besonderer Moment. Denn Luca gehört zu jenen Schülern, die wir am längsten begleiten durften. Was bleibt, sind viele Erinnerungen an eine sehr intensive Zeit. Dafür sind wir dankbar, denn es sind eben diese Erinnerungen, die unsere Arbeit erst sinnstiftend erscheinen lassen.
Luca, du hast mich nachhaltig beeindruckt! Danke!"
Michelle, Pädagogin
LOS Köln-Nord
“Ich kann im LOS hautnah miterleben, wie sich schulische Leistungen verbessern und die Freude beim Lesen und Schreiben größer wird.”
Michelle Kruse (Pädagogin im LOS Köln-Nord) berichtet über ihre Lehrtätigkeit im LOS
"Seit über einem Jahr arbeite ich im LOS Köln-Nord und ich durfte nicht nur mein Wissen im Bereich der Lese- und Rechtschreibförderung erweitern, sondern auch wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. In meinem Lehramtsstudium habe ich gelernt, wie wichtig individuelle Förderung für schulischen Erfolg ist. Die Möglichkeiten der gezielten Förderung im LOS schätze ich besonders, denn sie setzt an den im Rechtschreibtest festgestellten momentanen Fehlerschwerpunkten an. Außerdem ist die Gruppenförderung im LOS etwas Besonderes, weil die Kinder durch die meist homogeneren Gruppen lernen, dass sie mit ihren Erfahrungen in der Schule nicht allein sind und im LOS stets positive Erfahrungen sammeln. Neben Lese und (Recht)schreiben lernen die Kinder auch weitere Fertigkeiten, wie Sozialkompetenz, Selbstbewusstsein, Motivation und Lernfreude.
Die Arbeit mit den Schülern und Schülerinnen macht mir insbesondere viel Spaß, weil ich die Auswirkungen der Fortschritte miterleben darf. Es ist motivierend zu sehen, wie das Selbstbewusstsein mit jedem Erfolgserlebnis wächst. Der enge persönliche Kontakt und die intensive Betreuung ermöglichen es mir, gezielt auf die Stärken und Schwächen der Lernenden einzugehen, was im regulären Schulunterricht oft nur schwer realisierbar ist. Die Kinder und Jugendlichen kommen sehr gerne ins LOS, da sie in der Kooperation von- und miteinander lernen können.
Für mich ist die Arbeit im LOS eine perfekte Ergänzung zu meinem derzeitigen Masterstudium. Ich gewinne wertvolle Einblicke in die Praxis und kann meine theoretischen Kenntnisse direkt im Unterricht umsetzen. Darüber hinaus habe ich durch das LOS Fortbildungen, Schulungen und Webinare besucht, die meine Fachkompetenzen neben dem Studium erweitern. Das Vertrauen, das die Kinder mir entgegenbringen, und die Freude, wenn sie ihre Ziele erreichen, machen die Arbeit für mich besonders erfüllend. Ich kann im LOS hautnah miterleben, wie sich schulische Leistungen verbessern und die Freude beim Lesen und Schreiben größer wird."
Vertrauen Sie den Pädagogen im LOS! Wir helfen bei Lese-Rechtschreib-Schwäche weiter.
Lassen Sie Ihr Kind kostenlos im LOS testen und profitieren Sie von dem unverbindlichen und ebenfalls kostenlosen Beratungsgespräch.
Rufen Sie uns einfach an oder senden Sie uns ein Kontaktformular!

