LRS in der Schule

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LRS in der Schule

Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten zeigen sich zum Beispiel durch langsames, stockendes Lesen und viele Rechtschreibfehler bei schriftlichen Arbeiten. Meist fällt es dem Lehrer in der Schule auf oder Eltern bemerken, dass ihr Kind Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hat. In der Regel treten frühe Symptome einer LRS bereits in der ersten Phase des Schriftspracherwerbs, also in der ersten oder zweiten Klasse der Grundschule, auf.

Die Probleme können aber auch lange unbemerkt bleiben. Weil sich eine LRS, Lese-Rechtschreib-Störung oder Legasthenie vor allem in höheren Klassen nicht nur auf das Fach Deutsch, sondern auch auf andere Fächer auswirkt, ist es möglich, dass die besonderen Schwierigkeiten erst dadurch auffallen. Probleme im Matheunterricht, zum Beispiel beim Bearbeiten von Textaufgaben oder dem Verstehen bestimmter Rechenregeln, können somit durchaus auf eine unerkannte LRS hindeuten und müssen nicht unbedingt ein Zeichen für eine sogenannte Dyskalkulie, also eine Rechenschwäche, sein.

Damit sich die Schwierigkeiten gar nicht erst über das Fach Deutsch hinaus ausweiten können, sollten Eltern früh beobachten, ob das Lesen und Schreiben ihrem Kind Schwierigkeiten bereitet. Eine frühzeitig angesetzte Förderung kann die Probleme des Kindes beseitigen und ihm so helfen, seinen schulischen Alltag zu bewältigen und gute Noten zu erzielen.

Schulische Förderung

Wird eine LRS bzw. Legasthenie festgestellt, bestehen einige Möglichkeiten, von Seiten der Schule Unterstützung zu erhalten. Neben Notenschutz und Nachteilsausgleich, die sehr bedacht eingesetzt werden sollten, können LRS-Betroffene in der Schule auch besonders gefördert werden. Weitere Informationen dazu finden sich im Legasthenie-Erlass des jeweiligen Bundeslandes.

Schulische Förderung kann entweder eine Förderung innerhalb der Klasse oder eine in separaten Fördergruppen bedeuten. Im Bundesland Sachsen gibt es sogar eigens eingerichtete LRS-Klassen, die ausschließlich Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten besuchen. Selbst wenn das nicht der Fall ist, ist die Entscheidung für Eltern nicht leicht: Förderung im Klassenverband oder Gruppenförderung in der Schule? Schulische Förderung oder doch besser außerschulische Förderung?

Grundsätzlich gilt, dass eine LRS-Therapie mindestens zweimal zwei Stunden pro Woche stattfinden muss, damit sie den gewünschten Erfolg erzielt. Außerdem muss sie nach einem wissenschaftlich fundierten Konzept arbeiten, das den betroffenen Kindern und Jugendlichen hilft, die Lernschritte nachzuholen, die sie noch nicht vollzogen haben. Vor Beginn der Förderung muss eine professionelle Diagnose erfolgen

Schulen bieten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung für LRS-Kinder an, sei es in der Grundschule oder einer weiterführenden Schule. Weil es sich bei der LRS allerdings um eine sehr komplexe Problematik handelt, stößt sie hier schnell an ihre Grenzen. Es liegt auf der Hand, dass Schulen, die ein großes Spektrum an Wissen und sozialen Kompetenzen vermitteln sollen, nebenbei nicht auch noch die Legasthenie angemessen therapieren können – zumindest im Regelfall. Nicht zuletzt ist es auch die personelle Ausstattung von Schulen, die jene individuelle Therapie erschwert, die notwendig wäre.

Außerschulische Förderung

Deshalb ist es für Eltern ratsam, sich auch nach Alternativen zur schulischen Förderung umzusehen, die die Lese-Rechtschreib-Schwäche nachhaltig beseitigen.

Im LOS arbeiten erfahrene Förderpädagogen nach der LOS-Methode, deren Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt wurde. Es hat sich gezeigt, dass eine Förderung am wirksamsten ist, wenn sie – wie in den LOS – in Kleingruppen stattfindet und die Schüler gleichzeitig individuell fördert. So lernen die Kinder nicht nur das Lesen und Schreiben, sondern erwerben viele weitere Kompetenzen, die ihnen für die Schule von großem Nutzen sind.

Gerade wenn sich mit der Zeit aufgrund der Legasthenie bzw. LRS oft eine Versagens- und Schulangst oder andere ausgeprägte Beeinträchtigungen entwickeln, ist es von Vorteil, die Schwierigkeiten auf neutralem Boden zu therapieren und die schulische Situation im geschützten Rahmen der individuellen Förderung zu simulieren. Inmitten anderer Kinder, die ähnliche Probleme haben wie sie selbst, lernen LRS-Kinder, dass es keine Schande ist, Fehler zu machen. Zusammen mit der Verbesserung ihrer Lese- und Schreibkompetenz werden Schülerinnen und Schüler trotz ihrer besonderen Probleme durch den speziellen Unterricht im LOS nicht nur selbstbewusster, sondern erleben bald auch die Schule deutlich positiver als zuvor.