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LRS-Test

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LRS-Test

Gewissheit verschaffen

Kinder mit einer LRS beziehungsweise Legasthenie haben in der Schule sehr unter den Symptomen ihrer Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten zu leiden. Es ist also kein Wunder, dass Lehrer und Eltern betroffenen Kindern bei ihren Problemen helfen wollen. Aber ist ihre Sorge überhaupt begründet? Liegt tatsächlich eine behandlungsbedürftige Lese-Rechtschreib-Schwäche vor oder macht das Kind beim Lesen und Schreiben bloß Fehler, die andere Kinder in seinem Alter auch machen? Wo liegen seine Stärken und Schwächen? Kompetente Antworten auf diese und weitere Fragen können nur Spezialisten aus dem Bereich der LRS-Förderung geben, die Kinder mit Verdacht auf LRS und Legasthenie professionell testen. 

Die Tücken eines LRS-Tests

Förderbedarf unabhängig vom Testergebnis

Ein LRS-Test soll unter anderem feststellen, ob das getestete Kind an einer LRS beziehungsweise Legasthenie leidet. Die einfachste Methode ist es, Lese- und Rechtschreibaufgaben zu stellen und für die richtige Lösung Punkte zu vergeben. Erreicht das Kind mehr als die festgelegte Mindestpunktzahl, gilt es als "normal", erreicht es weniger, leidet es an einer Legasthenie. Diese Art des Testens ist veraltet und bildet in keiner Weise die tatsächlichen Problembereiche ab. Dadurch macht sie eine mögliche Therapie des Kindes von einem willkürlich festgelegten Wert abhängig, der darüber entscheidet, ob es als krank oder gesund zu gelten hat. Die Grenze zwischen normalen Lese- und Rechtschreibleistungen und Legasthenie ist aber oft fließend. So kann es vorkommen, dass Kinder, die aufgrund ihrer Probleme in der Schule eigentlich förderbedürftig sind, die nötige Förderung nicht bekommen, weil sie knapp den "Normalwert" erreichen. Ihre Schwierigkeiten werden dadurch selbstverständlich nicht beseitigt, sondern verschlimmern sich eher noch. 

Was ein Rechtschreibtest leisten sollte

Ermittlung des aktuellen Lernstands

Ein guter LRS-Test zielt also nicht in erster Linie darauf ab, zu bestimmen, ob das Kind an einer Legasthenie leidet, sondern beurteilt den Lernstand des Kindes im Lesen und Schreiben insgesamt. Das Ergebnis eines hochwertigen Tests ist differenziert und zeigt, was das Kind bereits gut kann und was ihm Schwierigkeiten bereitet. Außerdem sollte er die Zahl der Graphemtreffer berücksichtigen. Grapheme sind Einheiten, in die sich ein Wort unterteilen lässt, und sind deutlich aussagekräftiger als die Zahl der falsch geschriebenen Wörter. Es ist sinnvoll, einen Test mit unterschiedlichen Aufgabenformaten zu wählen. Dazu gehören zum Beispiel Diktate, Lückentexte und falsch geschriebene Wörter, die die Testpersonen korrigieren müssen. Anhand der Ergebnisse können die LRS-Spezialisten schließlich beurteilen, ob eine gezielte Förderung sinnvoll ist.

In den LOS können Eltern ihre Kinder auf diese Weise kostenlos testen lassen – mit dem Rechtschreibtest schreib.on. Dieser ist ein standardisierter, regelmäßig normierter Online-Test mit unterschiedlichen Niveaustufen, die von Klassenstufe 1 bis zum Erwachsenenalter reichen. Nach dem Test erstellt schreib.on sofort ein Gutachten, das als Orientierungshilfe für eine individuelle Förderung dienen kann. Das Kind wird gezielt in den Bereichen gefördert, in denen es Probleme hat. 

Ein IQ-Test ist bei LRS übrigens nicht hilfreich. Wie intelligent das Kind ist, spielt nämlich keine Rolle für die Therapie seiner Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Nicht vollzogene Lernschritte beim Schriftspracherwerb müssen in jedem Fall nachgeholt werden. Nur in äußerst seltenen Fällen ist neben dem Test auf LRS ein Besuch beim Arzt erforderlich, weil zum Beispiel Hinweise auf eine Sehstörung vorliegen. Erfahrene Pädagogen erkennen diese Ausnahmen und werden Eltern dann empfehlen, einen Mediziner aufzusuchen.

Eingangs- und Verlaufstest

Regelmäßige Lernstandsermittlung auch während der Förderung

Ein LRS-Test eignet sich nicht nur als Eingangstest vor einer möglichen Förderung. Kinder, deren LRS beziehungsweise Legasthenie im LOS therapiert wird, werden deshalb nicht nur vor dem Beginn ihrer Therapie getestet. Auch im Laufe der Förderung zieht das LOS immer wieder schreib.on zurate, um die Wirksamkeit der Förderung zu überprüfen und Förderschwerpunkte gegebenenfalls anzupassen. So können LRS und Legasthenie nachhaltig therapiert und Probleme beim Lesen und Schreiben langfristig beseitigt werden. In jedem Fall ist eine fundierte Diagnose mit einem geeigneten LRS-Test die Voraussetzung dafür, betroffenen Kindern beim Lesen, Schreiben und beim Zurechtkommen in der Schule zu helfen.