Rechtschreibprobleme lösen

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Rechtschreibprobleme lösen

Eltern machen sich Sorgen, wenn ihr Kind Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hat. Sie wollen, dass es in der Schule erfolgreich ist und einen Beruf erlernen kann, der seinen Fähigkeiten und Begabungen entspricht. Das gilt nicht nur für Eltern von Kindern mit schweren Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, also LRS oder Legasthenie, sondern auch für Eltern, deren Kinder vergleichsweise leicht ausgeprägte Rechtschreibprobleme haben. Nicht selten fragen sich betroffene Eltern, ob die Zahl der Fehler, die ihr Kind beispielsweise in Diktaten oder Aufsätzen macht, durch besondere Unterstützung nicht verringert werden könnte.

Auch solche vermeintlich leichten Rechtschreibprobleme können beim schulischen und beruflichen Fortkommen junger Menschen hinderlich sein. Im Extremfall kann sich aus unbehandelten kleineren Defiziten sogar eine regelrechte LRS oder Legasthenie entwickeln. Es ist also richtig, wenn Eltern ihrem Kind helfen wollen. Doch wie lassen sich Rechtschreibprobleme lösen? Kann ein Rechtschreibtraining mit den Eltern helfen oder sollten sie sich stattdessen für Nachhilfe oder schulische Förderung entscheiden? Wo liegen die Unterschiede zur pädagogischen Förderung?

Das Ziel: Schwierigkeiten nachhaltig beheben

Das Ziel ist es, Rechtschreibprobleme nachhaltig zu beseitigen. Denn mit der entsprechenden pädagogischen Unterstützung können die Probleme im Idealfall ganz verschwinden oder zumindest deutlich verringert werden. Dies muss nachhaltig geschehen. Eine kurzfristige Nachhilfe überdeckt die Probleme meist nur kurzfristig. Um sie dauerhaft zu überwinden, muss eine individuelle pädagogische Förderung, wie sie in den LOS angeboten wird, an der Wurzel der Probleme ansetzen.

Was leistet Nachhilfe?

Nachhilfe arbeitet aktuellen Schulstoff auf, hilft beim Verständnis schwieriger Themen und kann Abwesenheitszeiten in der Schule, zum Beispiel wegen Krankheit, ausgleichen. Nachhilfe ist kein Unterricht mit eigenem "Lehrplan", sondern orientiert sich immer an den Inhalten, die in der Schule gerade behandelt werden. Das gilt auch für Nachhilfe in Deutsch. Für junge Menschen mit Problemen beim Lesen und Schreiben ist das nicht die richtige Lösung, auch wenn die Probleme nicht gravierend sind. Denn wenn die Rechtschreibung beeinträchtigt ist, deutet das auf einen nicht korrekt vollzogenen Schriftspracherwerb hin. Durch Nachhilfe lassen sich versäumte Lernschritte nicht nachholen, weil sie nicht an der Wurzel der Probleme ansetzt. 

Üben mit den Eltern

Ähnliches wie für die Nachhilfe gilt für Rechtschreibtraining mit den Eltern zu Hause: Übung schadet zwar nicht, wenn sie richtig gemacht wird. Allerdings bleibt das häusliche Üben, das meist nur punktuell ansetzt und nicht zielgerichtet auf die speziellen Defizite im Rechtschreiben ausgerichtet ist, meist ohne Erfolg. Wenn die Eltern also nicht selbst Pädagogen mit Erfahrung auf dem Gebiet der Lese-Rechtschreib-Förderung sind, sollten sie die Probleme ihres Kindes in professionelle Hände geben, um dem Kind nachhaltige Erfolge zu ermöglichen und Ärger zu Hause zu vermeiden. 

Förderung in der Schule?

Die Wahrscheinlichkeit, dass in einer durchschnittlichen Schulklasse mindestens ein Kind mit Rechtschreibproblemen sitzt, ist groß. Denn nachweislich haben rund 25 Prozent aller Kinder Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, LRS oder Legasthenie. Viele Schulen bieten deshalb einen eigenen Förderunterricht an, um betroffenen Schülerinnen und Schülern bei der Überwindung der Rechtschreibprobleme zu helfen. Wegen Personalmangel kann dieser Förderunterricht allerdings oft nicht so umgesetzt werden, dass er für die Betroffenen wirklich hilfreich ist. Denn für Kinder mit Rechtschreibproblemen ist eine pädagogische Förderung nur dann optimal, wenn sie in relativ kleinen, möglichst homogenen Gruppen erfolgt und Defizite systematisch aufgearbeitet und beseitigt werden. Dazu gehören eine anfängliche umfassende Diagnose und die Erstellung eines individuellen Förderplans. Damit können die Kinder oder Jugendlichen genau die Rechtschreibstrategien entwickeln und einüben, mit denen sie noch Schwierigkeiten haben.

Wenn Eltern unsicher sind, ob es sich bei der sogenannten Förderung, die die Schule ihres Kindes anbietet, um wirksamen Förderunterricht handelt oder um bloßes Üben, können sie den Lehrern folgende Fragen stellen: Steht am Anfang der Förderung ein Rechtschreibtest als Basis für einen individuellen Förderplan? Wird der Unterricht von Pädagogen mit Erfahrung auf dem Gebiet der Rechtschreibförderung erteilt? Nach welchem pädagogischen Konzept arbeitet die Förderung? Wie setzen sich die Gruppen zusammen?

Ebenfalls wichtig sind Dauer und Intensität der Förderung. Damit sie erfolgreich sein kann, muss die Förderung für die Schülerinnen und Schüler mindestens zweimal pro Woche für zwei Unterrichtsstunden stattfinden. Ähnlich wie ein Trainingskonzept beim Sport, wo nur ein regelmäßiges, intensives und gut strukturiertes Training zu dauerhaftem Erfolg führt, muss auch ein Förderunterricht bei Rechtschreibproblemen konzipiert sein. Auch das sollten Eltern bei ihrer Entscheidung berücksichtigen.

Professionelle Förderung bei Rechtschreibproblemen

Anders als Nachhilfe setzt eine pädagogische Förderung an den Wurzeln der Probleme mit der Rechtschreibung an. Im Unterschied zum bloßen Üben wird hierbei nicht "ins Blaue hinein" gefördert, sondern systematisch vorgegangen. Am Anfang einer pädagogischen Förderung steht daher ein diagnostischer Rechtschreibtest, der ermittelt, wo die Stärken und Schwächen des Kindes bei der Rechtschreibung liegen. Wichtig ist, dass hierbei nicht nur die Anzahl der Fehler berücksichtigt wird, sondern die Art der geschriebenen Fehler. Ein Eingangstest muss differenzierter sein als ein bloßes Diktat und konkrete Ansatzpunkte für den Inhalt der Förderung liefern.

Zu Beginn der pädagogischen Förderung im LOS steht deshalb mit dem modernen Online-Rechtschreibtest schreib.on ein solcher diagnostischer Test. Individuelle Förderung bei leichten oder schweren Problemen im Umgang mit Wörtern und der Rechtschreibung sind ebenso fester Bestandteil der LOS-Methode wie die Förderung von Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichsten Klassen. In leistungshomogenen Kleingruppen werden sie von ausgebildeten Förderpädagogen unterrichtet, die den jungen Menschen gezielt helfen, sicher lesen und schreiben zu lernen.