Was ist der "Weltalphabetisierungstag"?

Am 8. September ist Weltalphabetisierungstag. Doch was bedeutet das eigentlich?

Ganz einfach. Der Weltalphabetisierungstag, der jedes Jahr am 8. September begangen wird, soll auf die vielen Millionen Menschen weltweit hinweisen, die nicht lesen und schreiben können. Den Weltalphabetisierungstag gibt es seit 1966. Ins Leben gerufen wurde er von der UNESCO, der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (Abkürzung von engl. United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization), um auf Missstände bei der Literalisierung, also dem Lesen- und Schreibenlernen, aufmerksam zu machen. Denn lesen und schreiben zu können ist Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.

Was sind Analphabeten?

Als Analphabeten – also von Analphabetismus betroffen – werden meist Erwachsene bezeichnet, die nicht oder nur sehr schlecht lesen und schreiben können. Weltweit gibt es immer noch rund 750 Millionen Menschen, die entweder überhaupt nicht  lesen und schreiben können oder massive Probleme damit haben. Fast zwei Drittel davon sind Frauen und Mädchen.


Die Ursachen für Analphabetismus können vielfältig sein. Menschen, die nie Zugang zu Schule bzw. Grundbildung hatten und damit keine Chance, lesen und schreiben zu lernen, bezeichnet man als primäre Analphabeten. Von sekundären Analphabeten hingegen spricht man, wenn Menschen zwar lesen und schreiben gelernt haben, es im Laufe der Zeit aber wieder verlernt haben, weil sie die Kompetenzen nicht ausreichende genutzt haben. Und dann gibt es noch den sogenannten funktionalen Analphabetismus. Davon spricht man, wenn ein Mensch zwar einmal lesen und schreiben gelernt hat, seine schriftsprachlichen Kompetenzen allerdings nicht ausreichen, um einfache Texte zu verstehen oder eigene Texte zu verfassen.

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Was ist, wenn jemand nicht so gut lesen und schreiben kann?

Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nicht gut lesen und schreiben können, haben es meist schwer. Die Kinder und auch Jugendlichen spüren die Auswirkungen zunächst einmal in der Schule beim Lernen, den Hausaufgaben und den Noten. Aber auch die Erwachsenen können ihren Alltag ohne ausreichende Lese- und Rechtschreibkenntnisse nicht gut bewältigen. Ob in der Schule, bei der Ausbildung, im Beruf oder im Privatleben: Mangelnde Lese- und Rechtschreibkenntnisse bremsen Menschen aus. 

Wo gibt es Unterstützung bei Lese- und Rechtschreibproblemen?

Analphabetismus ist nicht nur ein Thema in Entwicklungs- oder Schwellenländern. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die nicht gut lesen und schreiben können, gibt es überall – auch in Deutschland, Österreich und anderen Industrienationen.

Eltern, die ihrem Kind die wunderbare und wichtige Welt des Lesens und Schreibens eröffnen möchten, finden Rat und Unterstützung in ihrem LOS vor Ort. Auch erwachsene Betroffene finden wirksame Hilfe bei LOS. Rufen Sie einfach an, schreiben Sie eine E-Mail oder nutzen Sie das Kontaktformular. Wir freuen uns darauf, auch Ihnen oder Ihrem Kind individuell und einfühlsam zu besseren Leistungen im Lesen und Schreiben zu verhelfen.